Daß es ohne Hund um die Jagd schlecht bestellt ist (oder selbige zumindest ohne ihn sehr mühsam werden kann) und daß es nicht reicht, den vierbeinigen Freund und Helfer kurz vor Saisonbeginn aus dem Zwinger zu holen und mit ins Revier zu nehmen, ist bekannt und deshalb gibt es hier jetzt auch keine ausschweifenden Erklärungen über Hund und Jagd, sondern wir wollen in den folgenden Berichten einfach mal vorstellen, was sich im Hegering Raesfeld in Sachen Canis lupus forma familiaris so tut !

Hundetag am 03.10.2011

Ein strahlender Oktobertag mit 23°C und Sonne: das Wetter war prädestiniert, um Helden zu zeugen oder aber am Hundetag des Hegerings teilzunehmen und dieser Einladung waren dann auch 13 Hundeführer und einige Zuschauer gefolgt.

Als Richter konnten wir in diesem Jahr Hermann Schilling-Frenk und  Winfried Wardemann (einer genaueren Vorstellung der beiden bedarf es unter Jagdhundeführern wohl nicht) gewinnen, die kompetent, fair und motivierend an diesem Tag die Leistungen der Zwei-und Vierbeiner bewerteten. Unterstützt wurden die beiden von Hubert Hüging und Karin Wachtmeister, die unermüdlich und beherzt durch nassen Senf, Dornen oder Schilf stiefelten und dort ihr fachlich geschultes Auge hatten, wo es den Richtern nicht möglich war.

Los ging es um 9.00 Uhr auf dem Hof Bölker und nach Begrüßung durch die Bläser und ein paar Begrüßungsworten von  Bernhard Bölker wurde die Meute in zwei Gruppen aufgeteilt: Jungs bei Jungs und Mädchen auch bei…nein, Mädchen  (das bezog sich auf die Hunde, nicht auf deren Führer/-innen)! Bedanken möchten wir uns an dieser Stelle auch bei Ludwig Tewinkel und Kaspar Gesing, die wieder einmal bereit waren, im Revier Raesfeld 4 das Wild einen Tag lang beunruhigen zu lassen, denn genau dorthin wurde sich auf den Weg gemacht.

Zu zeigen waren:

1. Bringen an der Schleppe (wahlweise wurde mit Ente oder Kaninchen eine ca. 120 m lange Schleppe gezogen)

2.Frei-Verlorensuche und Bringen von geschossenem Wild (auf 50 Meter gegen den Wind angesetzt mußten die Hunde eine tote Ente in freier Suche im Senf  finden und bringen)

3. Bringen über ein Hindernis (die Hunde mußten ein Kaninchen über einen Graben apportieren)

4. Wasserarbeit, Finden und Bringen einer toten Ente aus dem Schilf

5. Schußruhe/Standtreiben (Ablegen der Hunde, dabei wurde eine Treibjagdsituation simuliert)

Grundgehorsam und Leinenführigkeit wurden nicht als gesonderte Fächer geprüft, sondern im Gesamteindruck bewertet.

Vorab: alle Hunde und ihre Führer/-innen haben an diesem Tag nach einstimmigem Urteil der Richter gute Leistungen und viel Einsatzwillen gezeigt und wie bei vielen Dingen im täglichen Leben auch ist die Tagesform entscheidend. So schön der Wanderpokal auch ist, unser Hundetag ist keine offizielle Prüfung und auch kein Wettbewerb; es geht darum, vor Beginn der Jagdsaison zu sehen: wo stehe ich? wo steht mein Hund? woran könnte ich noch arbeiten?  Es gibt keinen Letzten; gewonnen haben alle, die teilgenommen haben und deshalb kommen hier jetzt nur die drei punkthöchsten:

  1. „Debby von Hoxfeld“ ; großer Münsterländer; Führer und Besitzer: Frank Ketteler
  2. „Hexe vom Sudmerberg“; Griffon; Führerin und Besitzerin: Silke Weiß
  3. „Donko“; kleiner Münsterländer; Führer und Besitzer : Peter Brunsbach

In der Sonderklasse „Junge Hunde“ erlangte“ Birga vom Klosterner Bruch“ (Deutsch-Drahthaarhündin, 9 Monate alt, Führerin und Besitzerin: Simone Bölker) durchweg ein „Gut“ in allen Fächern.

In der Extraklasse (als einziger Teckel unter 12 großen Vollgebrauchshunden) startete „Tilla vom Kollen Kamp“; Führer und Besitzer Egon Klümper, der uns alle zum Staunen brachte und wieder einmal bewies: Klein, aber fein, so ein Teckel !

Herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmer !!!

Nach gelungener Siegerehrung und dem Verteilen der Sachpreise ließen wir den Tag in geselliger Runde bei einer hervorragenden Erbsensuppe (Anneliese Bölker, jetzt bist Du jedes Jahr mit dem Kochen dran!) und gekühlten Getränken ausklingen.

Nomen est omen ? Die Hundeschule Löwenzahn

Hm...Hundeschule Löwenzahn...wenn man mal ehrlich ist, klingt das zunächst nach Samstagvormittagen, an denen sich Hausfrauen bewaffnet mit Leckerli-Beuteln auf den Weg zur grünen Wiese machen, um ihren Golden Retrievern „Sitz“ und „Platz“ beizubringen; organisiert von jemandem, der selber ja auch schon immer Hunde hatte...

Aber weit gefehlt !!! Was unser Hegeringsmitglied Anja Lammersmann zusammen mit ihrer Kollegin Barbara Schlieper-Buskamp in den Kursen ihrer Hundeschule in Schermbeck / Rheine vermitteln, zeugt von fundiertem Fachwissen über Wesen, Erziehung, Führung und Ausbildung von Hunden.

Egal, ob Begleithund oder Jagdgebrauchshund (ausgebildet wird bis zur VGP inkl.!), die angebotenen Kurse umfassen ein breites Spektrum, und auch wenn Anja als Jägerin die Ausbildung der Jagdhunde besonders am Herzen liegt, werden alle Teilnehmer mit der gleichen Intensität und individuell nach ihren Bedürfnissen betreut.

Die Kernpunkte der zugrunde liegenden Lehrmethode hier auch nur anzureißen, wäre schon zu weitreichend, aber wer sich dafür interessiert und offen ist für neue Ansätze (Kommunikation statt Zwang für ein besseres Verhältnis zwischen Jäger und Hund) schaut doch mal auf www.hundeschule-loewenzahn.de oder ruft Anja einfach einmal an für einen „Besichtigungstermin“, Tel. 0175-2212716 .

Ein paar Eindrücke über die erfolgreiche Mischung zwischen Freude an der Arbeit mit dem Tier und Vermittlung von praktischen Ausbildungshilfen sehen Sie hier:

Bericht vom Hundetag am 02.10.2010

Am 02.10.2010 fand unser 22. Hundetag des Hegerings Raesfeld statt.Trotz Nieselregens hatten sich 12 Hundeführer mit ihren Hunden pünktlich um 9.00 Uhr auf dem Hof Bölker versammelt, um ihre Jagdgefährten kurz vor Beginn der Treibjagdsaison auf Herz und Nieren in den Fächern Apportierfreudigkeit, Schußruhe und Wasserarbeit prüfen zu lassen. Richter waren in diesem Jahr unsere beiden Obmänner für Hundewesen, Kaspar Gesing und Hubert Hüging, fleißig unterstützt von den beiden Helfern Simone Bölker und Frederik Keuper.

 Das zunehmend schlechter werdende Wetter trübte zwar die gute Stimmung unter den Hundeführer nicht, erschwerte aber den eigentlichen, vierbeinigen Hauptakteuren doch etwas ihre Arbeit. Die Nasen unermüdlich auf regennassem Grasfeld oder im matschigen Rübenacker haben aber alle Teilnehmer (die Hunde natürlich!) ihre Aufgaben zur Zufriedenheit der beiden Richter absolviert (mal mehr und mal weniger zügig). Die Wasserarbeit (Apportieren einer Ente aus Schilf) war kein großes Problem; waren doch ehe schon alle bis aufs Fell durchnäßt.

Bei der anschließenden Auswertung der Ergebnisse zeigte sich, daß alle Prüflinge dicht beieinander lagen; es siegte Manfred Brömmel mit seiner Drahthaarhündin „Biene“, gefolgt von Johannes Fasselt mit seinem kleinen Münsterländerrüden und dem Vorjahressieger Andre Overkämping mit seiner Großen Münsterländerhündin.

 Insgesamt zeigten sich Kaspar Gesing und Hubert Hüging zufrieden mit den gezeigten Leistungen; für das nächste Jahr hoffen wir aber sehr auf besseres Wetter (und damit vielleicht auf ein paar Teilnehmer mehr ?)