Revierübergreifende Fuchsjagd am 04.02.12
Alljährlich veranstaltet unser Hegering am 1. Samstag im Februar seine revierübergreifende Fuchsjagd, zu der alle Jäger, auch revierlose und Jungjäger, herzlich eingeladen sind (also: Termin für nächstes Jahr schon mal vormerken!) An diesem Samstag hatten sich 17 Schützen, begleitet von Teckel Eyko, Münsterländer Astor und Jagdterrierdame Joy um 9.00 Uhr auf dem Hof Döing am Werlo eingefunden, um den Füchsen auf ihren in dieser Jahreszeit sehr schönen Pelz zu rücken. Gejagt wurde in den Revieren Erle 1, Raesfeld 4, Marbeck 1-3 und den Eigenjagden Fasselt, Schulze-Beikel und Fasselt-Nienhoff. Andreas Fasselt hatte sich vorab bereits intensiv mit dem „Organisatorischen“ befasst und nachdem die Gruppen eingeteilt waren und der Ablauf besprochen worden war, ging es los.
Ein klarer, sonniger Morgen mit -10°C, eigentlich das perfekte Jagdwetter, aber schnell war klar, dass die Sonne die Rotröcke auf Feld und Wiese gelockt hatte, um dort Liebesspielen oder dem Müßiggang zu frönen; auf den Bauten selber war großteils nichts drauf. Das Team von Erle 1 hatte im 2.Durchgang Jagdpech: ein Fuchs wurde gefehlt und machte sich mit winkender Lunte und dickem Grinsen im Fang im wahrsten Sinne des Wortes vom Acker. Im Miscanthus des gleichen Revieres „war richtig was los“: Rehwild, Hasen, Hähne, alles präsentierte sich, nur Familie Reineke war zum Stelldichein nicht erschienen.
War uns Diana auch an diesem Tag nicht hold, so hatten wir dennoch Glück: Nachdem das Team in Raesfeld 4 Teckel Eyko auf einen Bau angesetzt hatte und der Hund „richtig giftig“ wurde, jedoch kein Fuchs sprang, kam Jagdterrierdame Joy zum Einsatz. Wie für Terrier üblich, wurde voller Einsatz geboten und plötzlich saß die Hündin fest. Zunächst gelassene Ruhe bei den Schützen, der Einsatz von Sender und Spaten, nur als nach einer halben Stunde immer noch kein Hund zu sehen war, wurde Hundeführer und Besitzer Heiner Übbing dann doch, wie alle anderen auch, unruhig. Der Einsatz der Taschenlampe zeigte dann, dass die Hündin ca. 1,50 m vorm Loch in der Röhre fest saß. Keiner der anwesenden Arme war lang genug und so musste sich Joy unter den anfeuernden Zurufen ihres Herrchens selbst befreien. Das Kunststück gelang und ebenfalls wie für Terrier üblich, wurde sich einmal geschüttelt und weiter ging’s, klasse!
Gegen 13.30 Uhr kehrten wir dann zum Hof Döing zurück; nachdem sich Strecke legen und verblasen schnell erledigt hatten...versammelte sich die Jagdgesellschaft um das Feuer in der Sonne und die Ereignisse des Vormittages wurden unter Gelächter ausgetauscht. Ein dickes Dankeschön gilt hier Kaspar Gesing, der für das Catering in Form von leckerem Glühwein, knusprigen Brötchen und deftiger Fleischwurst gesorgt hatte. Unser Organisator für alles denkt selbstverständlich sogar an den Senf!
Ein schöner Jagdtag; auch wenn die Auslese gering war (es muss ja schließlich in den kommenden, kalten Nächten auch noch was zu tun sein!) ist wohl die Vorfreude, das Jagdfieber und das Beisammensein ein schöner Grund, um nächstes Jahr wieder teilzunehmen !

